Bereits im Jahre 1997 hat die Band gestartet. Damals wohl noch als Crossover Kapelle – zum Glück kenne ich die aufnahmen nicht und zum Glück schlägt die Band nun andere Töne an. Schwierig ist nun zwar eine Kategorisierung, aber egal wie man es sehen mag, die Band hat schon einen eigenen Willen und einen manchmal etwas anstrengenden Willen zu Individualität. Diese zieht sich dann auch entsprechend durch die Kompositionen und bietet ein vielseitiges Patchwork Audioerlebnis, das mich manchmal – wenngleich auch nicht ganz so extrem – an The Mars Volta erinnert. Psychedelisch, progressiv als auch monoton und nerven zermürbend.
So präsentiert sich die Band und liefert ein stimmungsvolles Album ab, das einen wirklich interessanten Ritt durch die Genres wiedergibt. Freunde von verquerten, progressiven Klängen, sollten hier mal gegen hören, denn die Kitshikers sind schon ein guter Zeitvertreib. Dem easy-listening Mainstream Gör wird die Scheibe aber wohl gehörig auf den Senkel gehen, denn manchmal versacken die Luxemburger doch wirklich derb tief in der Riffmonotonie.
Das musikalische Spektrum ist wirklich recht breit, von zarten Parts über melodisch, verspielte Passagen bis hin zu recht hart rockigen Aggroausbrücen ist wirklich alles drin und das Ergebnis ist in seiner Vielseitigen Art doch ein netter Zeitvertreib. Kleine Nebeneffekte wie Überanstrengung und Überforderung muss der verliebte Zuhörer schon in Kauf nehmen, denn es dauert schon eine Weile ehe man sich mit den Songs arrangiert und sich mit der Art der Band Titel zuarrangieren anzufreunden. Was noch positiv auffällt, ist dass die Tracks an sich niemals zu gekrampft oder gewollt klingen und das ist bei der Bandbreite schon eine Leistung. Dem aufgeschlossenen, Klangewalt- zugewandten Hörer vielleicht eine lohnenswerte Herausforderung.