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Die Luxemburger Kitshickers nerven das Publikum psychedelischer Rocklandschaften seit 1997 mit grandiosem Krawall. Ihre partiell bis auf das Rudimentärste zusammengestrichenen Klangflächen sind böser Ausdruck billigster Lärmattacke, doch blitzschnell können die Null-Songs in komplexen Lärm wechseln; dann werden im Gesang Rhythmusverschleppungen betont, Schlagzeug und Gitarren attackieren mit vitalen Breaks und schrägen Riffs die Ohren. Das fordert Aufinerksamkeit ein und macht Freude! Trotzdem Kitshickers immer wieder in schlichteste Strukturen verfallen, die auf dem Grund nur noch 4/4 Punkrock sind, ist ihre Musik alles andere als Mainstream.
Lähmende Monotonie, druckvolle Heavyness einfallsreicher instrumentaler Materialschlachten, verspielt psychedelischer Minimalismus und punkiger Noise, alles zusammen in abwechslungsreichen Arrangements zusammengefasst - Kitshickers sind wahrhaft originell, ohne nun wirklich Grenzen zu weiten. Innerhalb der bereits eingefahrenen Psychedelic Metal Gewässer nimmt die Band aber einen ausdrucksstarken Zickzack-Kurs, umfährt ausgelaugte Allgemeinplätze und intoniert originelle und vielseitige Tracks mit viel Humor und konzentrierter, entbrannter Lust. Kitshickers sind eine der Interessanteren der auf das Wesentliche reduzierten Bands. Die einzelnen Parts, gerade die hart gespielten, psychedelisch-monotonen Passagen, sind im Grunde nicht wesentlich einfallsreich, jedoch macht die Verbindung aller Komponenten die Songs interessant.
Im Laufe des Albums lässt die Originalität etwas nach, die beiden letzten Songs mit 13 bzw. 17 Minuten sind einfach zu lang und halten trotz diverser thematischer und struktureller Wechsel die Spannung nicht stetig aufrecht. Reinhören (und Cover ansehen)!


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