Die Rückkehr des K-Worts
Eine knappe Stunde Musik auf sechs im längere werdende Titel verteilt umfasst das vierte Album der Luxemburgischen Progressive-Band KITSHICKERS. Und da sowohl die Musik eine nahlose Einheit bildet, als auch die Titel der Tracks aneinander gereiht einen schön bedeutungsschwangeren Satz ergeben, darf man wohl das gute alte K-Wort wieder aus dem Giftschrank holen. Meine Damen und Herrn, es handelt sich hier um ein Konzeptalbum. Und ein sehr gutes noch dazu.
Das liegt unter anderem an den offensichtlichen Vorbildern. Denn sind wir ehrlich: Sich von den Metalgöttern von OPETH und vor allem den Prog-Giganten TOOL, die gerade mit 10,000 Days einmal mehr das Rad neu erfunden haben, beeinflussen zu lassen, ist in keiner Weise verwerflich. Auch versuchen die KITSHICKERS gar nicht, diese Querverweise zu verstecken. Sogar das Artwork des Bookletts ist mehr oder weniger an die großen Vorbilder angelehnt – wenn auch hier die Schere zwischen Anspruch und Wirklichkeit hier deutlich weiter auseinander klafft, als noch bei der Musik.
Die ist nämlich wirklich gelungen. Minimalistische, ständig ansteigende Gitarrenläufe, teils symphonisches Zusammenwirken der Instrumente und dazu gelegentlich eine Prise getragener Gesang schaffen auf ...So That’s The Miracle Of Life... einen mal verstörenden, mal beinahe hypnotischen Sound. Die KITSHICKERS sind, wie dieses Album bezeugt, eindeutig fähige Musiker. Auch wenn der letzte Schuss Genialität noch fehlt.